Schmusen, Busseln, Küssen

Schmusen, Busseln, Küssen

Die Aufregung steigt – Soll ich jetzt zuerst küssen? Was, wenn ich mich dumm anstelle? Hoffentlich wird der Kuss nicht zu nass!

Täglich sieht man küssende Menschen im Fernsehen, auf social media, in Zeitschriften uvm. Es wirkt oftmals perfekt, harmonisch und sinnlich. Jedoch sind diese Küsse oft nur perfekt inszeniert.

In der Realität ist es wenig sinnvoll sich daran zu orientieren, da man sich dadurch nur unnötigen Druck aussetzt. Deshalb hier ein kurzer Überblick.

Der richtige Zeitpunkt…

Es hilft, wenn man die Person mit der man den ersten Kuss erleben möchte schon etwas länger kennt. Man schaut sich vielleicht tief in die Augen, oder man ist der anderen Person körperlich sehr nahe und spürt, dass es vollkommen in Ordnung ist, solch eine intime Nähe zu erfahren. Das nennt man dann Anziehung oder Anziehungskraft. Eine positive Anziehung macht sich etwa bemerkbar mit einer körperlichen Wärme oder einem Kribbeln im Bauch. Oftmals spürt man sein Herz auch bis zum Hals schlagen, oder es kann sein, dass die Knie weich werden. Aber es fühlt sich auf alle Fälle gut an.

Es gibt kein Rezept…

Kein Kuss gleicht dem anderen. Und genauso ist es auch beim ersten Kuss.

Es kann sein, dass der erste Kuss ein sanftes, flüchtiges Bussi auf den Mund des Gegenübers ist. Aber schon diese kleine kurze Berührung kann eine Menge Schmetterlinge im Bauch hinterlassen. Oft küssen sich Menschen mit geschlossenen Augen. Das hat den Vorteil, dass man sich komplett aufs riechen, schmecken und fühlen einlassen kann und nicht abgelenkt wird.

Es kann aber auch sein, dass das Küssen einem nicht so wirklich gefällt und man es danach längere Zeit unterlässt. Auch das ist vollkommen in Ordnung.

Und wie geht ein Zungenkuss?

Wenn das mit der oben beschriebenen positiven Anziehung spürbar ist, steht dem ersten Kuss eigentlich nichts im Weg. Dieser kann auch ein Zungenkuss sein. Zwar gibt es dafür auch kein Rezept, aber eine kleine Anleitung könnte so aussehen: Man kann ganz leicht den Mund öffnen sich mit seiner Zunge vorsichtig in den Mund der anderen Person rantasten. Vielleicht stupst man mit der Zungenspitze die Zunge der anderen Person sanft an und schaut was passiert. Wenn man spürt, dass das Gegenüber die Annäherungsversuche der Zunge erwidert, macht man weiter. Man kann sozusagen die Mundhöhle mit der Zunge durch stupsen, streicheln, oder spielerischem hin und her tanzen erkunden. Natürlich ist der Speichelaustausch bei einem Zungenkuss viel höher als bei einem Kuss auf dem Mund. Wenn man vor dem Zungenkuss die Speichelmenge hinunterschluckt kann das hilfreich sein, dass es nicht zu nass wird.

Solange es sich für beide gut anfühlt ist an Zungenakrobatik alles erlaubt.

Die Aufregung bleibt, dass etwas schiefgeht…

Man kann zwar nie vorhersehen wie der erste Kuss wirklich wird, aber man kann sich darauf vorbereiten. So fühlt man sich selbst sicherer:

  • Keinen Knoblauch oder rohe Zwiebeln davor essen
  • Eventuell davor einen Kaugummi kauen, damit man keinen Mundgeruch hat. Beim Küssen, kann der Kaugummi stören.
  • Warten was die andere Person macht und dementsprechend mitmachen. z.B: Wenn sich das Gesicht nähert, kann man auch selbst näherkommen. Wenn die Wange gestreichelt wird, kann man auch z.B. über die Schulter streichen. Wenn man auf den Mund geküsst wird, kann man warten und genießen. Sobald die andere Person mit den Lippen Bewegungen macht, kann man diese erwidern.

Kein Grund zur Panik…

Und wenn der erste Kuss nicht so wird wie man es sich vorgestellt hat, ist das kein Grund enttäuscht zu sein. Manchmal ist man einfach zu aufgeregt, oder die Stimmung passt gerade nicht richtig. Es ist auch vollkommen in Ordnung eine Zeit lang das Küssen sein zu lassen, wenn es einem nicht gefällt. Auf alle Fälle, kann man das küssen schon mal ein bisschen üben. Hier eine kurze Anleitung: man schließt die Augen und berührt mit seinen Lippen den eigenen Handrücken. Man kann ausprobieren wie es sich anfühlt, den Handrücken mit geschlossenem oder leicht geöffnetem Mund zu berühren, oder sogar mit der Zungenspitze anzustupsen.